Die Geschichte
1840
Die erste bekannte Darstellung des Gräberfeldes und erste Erwähnung des Namens „Sieben Berge“.
1874
Die älteste Beschreibung des Gräberfeldes
Die Erforschung ab dem 20. Jahrhundert
Drei Akteure
Seit 1936 war er am Landesmuseum Hannover tätig. Er betreute unter anderem denkmalpflegerisch das Gebiet westlich der Weser (Foto: nach G. Wegner 1997, 179).
Ab 1922 leitete er das Landesmuseum Hannover. 1953 – mitten in den intensiven Bemühungen um die Erhaltung der Stührener Grabhügel – wurde er pensioniert. (Foto: nach H. Gummel 1961, S. II–III)
Ehrenamtlich engagierte er sich für die Vor- und Frühgeschichte in der Region und für den Erhalt des Gräberfeldes. 1938 wurde das Kreismuseum Syke auf seine Initiative gegründet. (Foto: Helmut Niedfeldt)
Karte der Ausgrabungen
1934
Ausgrabung Hans Peters
Mit Erlaubnis des Landrats grub der Korkfabrikant Hans Peters einen der großen Grabhügel aus. Einige der Funde sind unten zu sehen.
Drei Funde aus der Ausgrabung von Hans Peters. Sie sind heute im Besitz des Focke-Museums in Bremen.
Schale, Keramik, Stühren, 1500–1100 v. Chr.
Pfeilspitze, Feuerstein, Stühren, 1500–1100 v. Chr.
Leihgaben Focke-Museum Bremen
1937
Versuch einer Unterschutzstellung
Genrich: Nördlich der „Grossen Heide“ liegt eine Gruppe von mindesten 18 Hügeln. Es ist möglich, dass noch mehr Hügel vorhanden sind, die wegen des Unterholzes nicht gesehen wurde. Da diese Gruppe von Hügeln ausserordentlich schön am Rande eines Bachtales liegt, wurde der Pfleger Dierking beauftragt, Antrag auf Landschaftsschutz zu stellen.
1951
Voranschreitende Zerstörung
Jacobs-Friesen: Leider hat sich nicht verhindern lassen, dass Teile des Gräberfeldes durch Kultivierungsmaßnahmen zerstört und stark beschädigt wurden.
Einschätzung des Gräberfeldes durch Jacob-Friesen
Jacob-Friesen: Es handelt sich um eins der eindrucksvollsten Hügelgräberfelder […] So großartige Denkmäler sind aus Nordwestniedersachsen sonst nicht bekannt.
Sorge um das Gräberfeld
Genrich an Dierking: Wir müssen sehen, dass wir alle Möglichkeiten in dieser Hinsicht erschöpfen, damit uns niemand den Vorwurf machen kann, dass wir untätig der Beseitigung so wichtiger urgeschichtlicher Denkmäler zugesehen haben.
1955
1955 fand Wilhelm Siemer zufällig eine Urne auf seinem Land. In Anwesenheit von Bernhard Dierking wurde sie geborgen. Dierking fertigte diese Notiz und Skizze zum Fund an.
1972
Ankündigung der Zerstörung des letzten Hügelgrabes
Trotz aller Bemühungen schritt die Zerstörung des Gräberfeldes weiter voran. 1972 kündigte der Besitzer des Ackers mit dem letzten großen erhaltenen Hügelgrab an: „Ich beabsichtige, dieses Hügelgrab zu beseitigen“, da es bei der Bewirtschaftung des Ackers im Weg stehe. Dies konnte verhindert werden, wie das Foto vom letzten erhaltenen großen Grabhügel aus dem Jahr 1984 zeigt.
1975-1978
Notgrabungen Cosack
Erhard Cosack, der Bezirksarchäologe des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege, untersuchte neun der weitestgehend abgepflügten großen Hügelgräber, bevor diese endgültig von der Landwirtschaft zerstört wurden.
Eindrücke der Ausgrabungen 1977-1978 (Fotos: Helmut Niedfeldt)
2019
Genehmigung des Sandabbaus
Die Firma M+S Transportgesellschaft mbH & Co. KG erhält vom Landkreis Diepholz die Erlaubnis, auf ca. 35 Hektar in direkter Nachbarschaft zum letzten erhaltenen Grabhügel, Sand abzubauen
2020-2023
Ausgrabungen Knof
Der Sandabbau wird in mehreren Abschnitten voranschreiten. Vor Beginn des Sandabbaus müssen die Abschnitte nach Auflage des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege archäologisch untersucht werden. Für die ersten beiden freigegebenen Abschnitte führte Olivia Knof im Auftrag der Firma Archäologische Dienstleistungen Blanck die Ausgrabungen durch.