Einführung
Mit seinen mindestens 46 Grabhügeln war das Gräberfeld Stühren einst ein imposanter Anblick. Von der späten Jungsteinzeit (2800–2200 v. Chr.) bis in die frühe Eisenzeit (700–500 v. Chr.) bestatteten Menschen hier über einen Zeitraum von 2000 Jahren ihre Toten.
Nach den letzten Bestattungen vor 2500 Jahren prägten die Hügelgräber weiterhin die Landschaft. Sie erhielten den etwas fehlleitenden Namen Sieben Berge und zogen Ausflügler, Forschende und Schatzsuchende an. Im Laufe des 20. Jahrhunderts fielen jedoch zahlreiche Hügelgräber den neuen landwirtschaftlichen Maschinen zum Opfer. Trotz intensiver Bemühungen schafften es die Denkmalbehörden nicht, diesen besonderen Ort zu schützen. In den kommenden Jahren wird ein Großteil des Gräberfeldes und seiner Umgebung endgültig zerstört werden, da ein ca. 35 Hektar großes Areal für den Sandabbau freigegeben ist.
Bevor dieser Schatz unwiderruflich getilgt wird, entlocken archäologische Ausgrabungen dem Gräberfeld seine letzten Geheimnisse. Diese Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in eine Welt im Wandel von den ersten Bäuerinnen und Bauern bis zur Einführung von Bronze und Eisen.